Sie lieben Burrata? Dann werden Sie ihre charakterstarke Cousine lieben. Geräucherte Stracciatella vereint unwiderstehliche Cremigkeit mit feinen Holznoten, die jedem Gericht sofort das gewisse Etwas verleihen. Wunderbar unkompliziert verfeinert sie im Handumdrehen den Aperitif genauso wie das Hauptgericht. Hier erfahren Sie, wie Sie sie am besten auswählen, zubereiten und zum besten Preis kaufen – für Genuss wie in Italien.
💡 Das Wichtigste auf einen Blick
- Geräucherte Stracciatella ist ein italienischer Filata-Käse (Pasta Filata)
- Reich an Kalzium und Proteinen – ideal für eine ausgewogene Ernährung
- Vielseitig einsetzbar von feinen Vorspeisen bis hin zu herzhaften Hauptgerichten
Was ist geräucherte Stracciatella?
Geräucherte Stracciatella ist die fein geräucherte Variante der saftig-faserigen Creme, die man aus dem Inneren der Burrata kennt. Sie besteht aus feinen Fäden aus Pasta-Filata-Käse, die mit frischer Sahne vermengt und anschließend kaltgeräuchert werden – das verleiht ihr ein dezentes Holzfeuer-Aroma. Am Gaumen sorgt das für eine herrlich cremige, leicht süßliche Textur, die von nussigen und heuartigen Noten abgerundet wird.
Ursprünglich stammt sie aus Apulien im Süden Italiens und verkörpert die pure Lebensfreude dieser Region. Häufig wird sie mit der „Burrata affumicata“ verwechselt – hier handelt es sich jedoch rein um das sahnige Innere, das direkt im Becher serviert wird. Traditionell wird über Buchenholz oder manchmal Olivenholz geräuchert, was für eine elegante, feine Rauchnote sorgt, ohne das zarte Milcharoma zu überdecken.
Auch aus Ernährungssicht hat geräucherte Stracciatella einiges zu bieten: Sie liefert etwa 10–12 g Eiweiß pro 100 g und rund 300–350 mg Kalzium pro 100 g, ist dabei aber natürlich reichhaltig. Genießen Sie sie am besten in bewussten Portionen, insbesondere wenn Sie auf Salz- und Fettgehalt achten.
Die Herkunft der geräucherten Stracciatella
Entstanden ist die Stracciatella aus einer cleveren Idee apulischer Käser: Sie sammelten übrig gebliebene Mozzarella-Fäden und vermengten sie mit frischer regionaler Sahne. Das Räuchern kam ursprünglich hinzu, um dem Ganzen mehr Charakter zu verleihen und die Haltbarkeit zu verbessern – ganz nach traditioneller Handwerkskunst.
Heute führen viele Käsereien diese Tradition fort – von kleinen handwerklichen Betrieben („Caseificio“) bis hin zu größeren Manufakturen. Setzen Sie am besten auf Produkte mit natürlicher Räucherung statt künstlichen Aromen; der Unterschied im Duft und im langen Nachgeschmack ist bemerkenswert. Achten Sie auf dem Etikett auf den Hinweis „affumicato naturale“ oder Angaben zur verwendeten Holzart.
Wie verwendet man geräucherte Stracciatella?

Vielseitig und herrlich sahnig: Geräucherte Stracciatella passt einfach zu allem. Als Vorspeise setzt sie im letzten Moment frische Akzente auf ofengeröstetem Gemüse oder knackigem Sommersalat. Als Hauptgang verfeinert sie Risotto, bringt Tiefe in Pastagerichte oder krönt eine frisch gebackene Pizza. Wichtig: Nicht lange mitkochen lassen, damit die cremige Textur nicht verloren geht – geben Sie sie immer erst ganz zum Schluss hinzu.
Bei den Kombinationen gilt: Kontraste und Frische machen den Unterschied! Ihr rauchiger Charakter harmoniert wunderbar mit der Säure reifer Tomaten, einem Spritzer Zitrone, der Bitternote von Rucola und knusprig geröstetem Brot. Fantastisch schmeckt sie auch zu feinen Schinkenspezialitäten wie Südtiroler Speck, gebratenen Pilzen, geröstetem Kürbis, hochwertigem Olivenöl und frisch gemahlenem schwarzem Pfeffer.
Einfache Rezeptideen mit geräucherter Stracciatella
- Express-Bruschetta: Geröstetes Brot mit Knoblauch einreiben, geschmorte Kirschtomaten darauf verteilen, einen Löffel geräucherte Stracciatella darübergeben, mit Zitronenabrieb und feinem Olivenöl vollenden. In 10 Minuten fertig – perfekt zum Aperitif.
- Schnelle Pizza Bianca: Leichte Sauerrahm-Basis, im Ofen bei 250 °C backen, danach die geräucherte Stracciatella daraufsetzen und mit Rucola, Parmesanspänen sowie einem Hauch Kastanienhonig für den ultimativen süß-salzigen Kick verfeinern.
- Zitronen-Pfeffer-Pasta mit Speck: 250 g Spaghetti al dente kochen, eine Kelle Nudelwasser aufbewahren, die Nudeln vom Herd nehmen und mit geräucherter Stracciatella, Zitronenabrieb, grobem schwarzem Pfeffer und knusprigen Speckstreifen vermengen.
- Ofenfeigen mit Balsamico: Feigen 6–8 Minuten im Ofen backen, mit frischer geräucherter Stracciatella anrichten, mit Balsamico-Glace beträufeln und mit gerösteten Pinienkernen sowie Rucola servieren – ein verführerisches Wechselspiel aus Süße und Rauch.
- Pilzrisotto: Risottoreis anschwitzen, mit Brühe cremig garen, vom Herd nehmen und geräucherte Stracciatella sowie frische Petersilie unterheben. Herrlich sämig – ganz ohne Mascarpone.
Chefkoch-Tipp: Nehmen Sie die geräucherte Stracciatella etwa 10 bis 15 Minuten vor dem Servieren aus dem Kühlschrank, damit sich die feinen Aromen voll entfalten können. Probieren Sie sie vorab pur, um den Salzgehalt Ihres Gerichts anzupassen – das Räucheraroma lässt Speisen von Natur aus etwas würziger wirken.
Weinbegleitung: Trockene, mineralische Weißweine wie ein kühler Vermentino oder ein fruchtiger, leichter Rotwein sind ideale Begleiter. Auch ein mildes bernsteinfarbenes Bier passt hervorragend dazu – besonders in Kombination mit Pizza und Speck.
Wo kann man geräucherte Stracciatella kaufen?
Fündig werden Sie an gut sortierten Käsetheken, in italienischen Feinkostläden und gehobenen Supermärkten. Die geräucherte Variante ist etwas seltener als die klassische Natur-Stracciatella – fragen Sie im Fachgeschäft einfach gezielt nach Vorbestellungen. Gelegentlich ist sie auch in größeren Supermärkten im Frischebereich unter der Bezeichnung „affumicata“ zu finden. Zudem bieten spezialisierte Online-Händler wöchentliche Lieferungen mit lückenloser Kühlkette an.
Preislich liegt sie im Handel meist bei rund 4,50–6,50 € für einen Becher mit 150–200 g. Im italienischen Feinkostladen oder direkt importiert aus handwerklichen Käsereien in Apulien bewegen sich die Preise bei etwa 6,90–9,90 €. Für gesellige Runden und Familienessen gibt es mancherorts auch praktische 500-g-Gebinde – besonders lohnenswert, wenn Sie Gäste bewirten.