Rezept für traditionellen Far Breton aus dem Finistère

25/11/2025

Lust auf ein einfaches, herzhaft-süßes Dessert voller bretonischem Charakter? Der Far aus dem Finistère bringt Familien um einen zartschmelzenden Puddingkuchen zusammen, gespickt mit saftigen Backpflaumen. Hier ist das authentischste Rezept für traditionellen Far Breton aus dem Finistère, verfeinert mit Handgriffen, die an der Küste und im Landesinneren von Generation zu Generation weitergegeben wurden. Holen Sie die Form heraus, heizen Sie den Ofen vor – wir begleiten Sie Schritt für Schritt.

💡 Auf einen Blick

  • Der Far Breton ist ein traditionelles bretonisches Dessert, das meist mit Backpflaumen zubereitet wird.
  • Für die Bretonen ist der Far ein klassisches Familiengericht, das besonders gerne zu festlichen Anlässen gebacken wird.
  • Bretonische Desserts zählen regelmäßig zu den beliebtesten Regionalspezialitäten der französischen Küche.

Der Far Breton: Das süße Herz des Finistère

Der Far Breton nimmt in den kulinarischen Erinnerungen des Finistère einen ganz besonderen Platz ein. Man genießt ihn zum Sonntagskaffee, bei Dorffesten oder frisch verpackt im Picknickkorb mit Blick auf den Atlantik. Dieses traditionelle Rezept für Far Breton aus dem Finistère wird oft mündlich überliefert – mit einfachen, präzisen Kniffen für eine herrlich cremige Textur und eine goldbraune Kruste.

Der Far steht für gelebte Geselligkeit. Von Douarnenez bis Quimper tauscht man sich über die beste Milch, die Vanilledosis oder das Einlegen der Backpflaumen aus. In Rankings regionaler Nachspeisen belegen bretonische Spezialitäten bei den Franzosen regelmäßig Spitzenplätze – und der Far zählt neben dem Kouign-amann zu den meistgesuchten und geteilten Rezepten.

Ursprung und Geschichte des Far Breton

Das Wort „Far“ stammt vom lateinischen farina (Mehl) ab. Ursprünglich war es eine einfache Mehlspeise aus Mehl und Milch, die langsam im Ofen gebacken wurde. Im Finistère verfeinerte man sie reichhaltig mit Eiern und Butter und fügte schließlich über den Seeweg importierte Backpflaumen hinzu. Die Variante „nature“ ohne Früchte gibt es bis heute, doch die Version mit Backpflaumen ist zum Inbegriff des bretonischen Familienkuchens geworden.

Eine beliebte Anekdote aus dem Pays Bigouden besagt: Manche Familien ließen den Boden des Far kurz auf dem Herd anstocken, bevor sie die Pflaumen hineingaben, damit diese beim Backen nicht auf den Boden sanken. Dieser Handgriff lohnt sich auch heute noch bei der traditionellen Zubereitung, da er für eine gleichmäßige Verteilung der Früchte und saubere Schnittkanten sorgt.

Zutaten

Für eine große Familien-Auflaufform von 24 bis 26 cm Durchmesser, ergibt 6 bis 8 großzügige Portionen. Setzen Sie auf einfache, hochwertige Zutaten: Vollmilch, gesalzene Butter (beurre demi-sel) und echte Vanille. Besonders saftige Backpflaumen machen den Unterschied, vor allem wenn man sie vorher einweicht.

  • 150 g Weizenmehl (Type 405 oder 550)
  • 120 bis 140 g Feinzucker
  • 1 Prise Salz
  • 4 große Eier
  • 700 ml Vollmilch (zimmertemperiert)
  • 1 Vanilleschote oder 1 TL Vanilleextrakt
  • 250 g entsteinte Backpflaumen
  • 40 g gesalzene Butter + etwas mehr für die Form
  • Optional: 2 EL brauner Rum oder Armagnac zum Aromatisieren

Die Zutaten ergeben einen flüssigen Teig, ähnlich einem dickeren Crêpeteig. Die Vollmilch sorgt für Cremigkeit und die gesalzene Butter für die typisch bretonische Note. Bei einem klassischen Rezept aus dem Finistère bleibt die Vanille dezent im Hintergrund, ohne die feinen Noten von Milch und Butter zu überdecken.

Mengen und Alternativen

Sie können die Zutaten ganz einfach an Ihren Vorrat anpassen, ohne den Charakter des Kuchens zu verändern.

  • Milch: Für ein noch zarteres Ergebnis können Sie einen Teil durch flüssige Sahne ersetzen, oder bei Bedarf fettarme Milch verwenden.
  • Mehl: 10 bis 20 % Buchweizenmehl zum Weizenmehl hinzugefügt verleiht eine feine, nussig-bretonische Note, ohne den Teig schwer zu machen.
  • Zucker: Reduzieren Sie die Menge auf 100 g für eine weniger süße Variante, besonders wenn die Backpflaumen bereits sehr süß sind.
  • Ohne Alkohol: Weichen Sie die Pflaumen einfach in lauwarmem Schwarztee oder heißem Vanillewasser ein.
  • Butter: Eine großzügig gefettete Form ist unerlässlich. Gesalzene Butter bleibt dabei die traditionell beste Wahl.
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Schritt-für-Schritt-Zubereitung

Schritt-für-Schritt-Zubereitung

Das Geheimnis eines perfekten Far Breton liegt in einem klümpchenfreien Teig, gründlichem Vorheizen und dem Backen bei zwei unterschiedlichen Temperaturen. Wenn Sie Garzeiten und Textur beachten, erhalten Sie eine herrlich gestockte, samtige Masse, die in der Mitte noch ganz leicht wackelt.

  1. Heizen Sie den Backofen auf 210 °C Ober-/Unterhitze vor. Stellen Sie die leere Backform hinein, damit sie ebenfalls heiß wird.
  2. Weichen Sie die Backpflaumen 15 Minuten lang in etwas heißem Wasser, Tee oder lauwarmem Rum ein. Anschließend abgießen und trocken tupfen.
  3. In einer Schüssel Mehl, Zucker und Salz vermengen. In die Mitte eine Mulde drücken, die Eier hineingeben und verquirlen.
  4. Die Milch in drei Portionen unter ständigem Rühren eingießen, um Klümpchen zu vermeiden. Mit Vanille verfeinern.
  5. Die Butter schmelzen und unter den Teig rühren. Die Masse sollte glatt und recht flüssig sein.
  6. Nehmen Sie die heiße Form vorsichtig heraus und fetten Sie sie großzügig mit Butter ein. Gießen Sie eine dünne Kelle Teig hinein und stellen Sie die Form für 2 Minuten zurück in den Ofen, damit der Boden kurz anstockt.
  7. Verteilen Sie die Pflaumen auf dieser fest gewordenen Schicht – so sinken sie später nicht ab.
  8. Gießen Sie den restlichen Teig darüber. Für 10 Minuten bei 210 °C backen, damit sich die goldene Kruste bildet.
  9. Die Temperatur auf 170 °C herunterschalten und für weitere 40 bis 50 Minuten (je nach Ofen) fertigbacken. Der Far sollte goldbraun sein und sich stellenweise leicht aufwölben.
  10. In der Form abkühlen lassen. Beim Abkühlen setzt sich der Far und erhält nach der Ruhezeit seine wunderbar cremige Textur.

Tipp aus Quimper: Falls die Oberfläche zu schnell bräunt, decken Sie sie während der letzten 10 Minuten mit einem Bogen Backpapier ab. Ein kontrolliertes Backen bringt die reichen Aromen von Milch, Eiern und Vanille optimal zur Geltung.

Die Backmethode

Die anfängliche Hitze bindet den Teig rasch und sorgt für die charakteristische Kruste. Die anschließende sanftere Phase gart den Kuchen gleichmäßig durch, ohne ihn auszutrocknen. Jeder Ofen heizt anders: Prüfen Sie den Garzustand mit der Messerspitze kurz vor der Mitte – sie sollte leicht feucht, aber nicht mehr flüssig herauskommen. Nach dem Backen fällt der aufgegangene Far meist etwas zusammen; das ist völlig normal.

Varianten des Rezepts

Es gibt fast so viele Far-Varianten wie Dörfer im Finistère. Der Far nature, ganz ohne Früchte, besticht durch seine schlichte Reinheit. Andere schätzen fruchtige Akzente. Die Basis bleibt stets dieselbe: ein unkomplizierter Teig, präzises Backen und genügend Ruhezeit.

  • Nature: Ohne Früchte, mit feiner Vanillenote. Ideal, um den reinen Geschmack von guter Milch und Butter auszukosten.
  • Gebratene Äpfel: Vorab in gesalzener Butter goldgelb angebratene Apfelscheiben sorgen für ein köstlich karamelliges Aroma.
  • Rosinen: In Tee, Rum oder herbem Cidre eingeweicht für eine saftig-fruchtige Note.
  • Dezenter Buchweizen: Ersetzen Sie 2 bis 3 Esslöffel Weizenmehl durch Buchweizenmehl für einen nussigen Unterton.
  • Karamell-Swirl: Vor dem Backen einen Löffel gesalzenes Butterkaramell (Caramel au beurre salé) spiralförmig auf der Oberfläche verteilen.
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Um dem Geist des traditionellen Rezepts treu zu bleiben, sollten Sie es mit zusätzlichen Zutaten nicht übertreiben. Ziel ist es nie, den puren Geschmack des Fars zu überdecken, sondern ihn harmonisch zu unterstreichen.

Serviervorschläge und Beilagen

Servieren Sie den Far lauwarm oder bei Zimmertemperatur mit einer schlichten Beilage:

  • Ein Löffel frische Crème fraîche oder cremiger Vollmilchjoghurt.
  • Ein feiner Faden Buchweizenhonig – kräftig und edel im Geschmack.
  • Einige knackige, frische Apfelspalten für einen erfrischenden Kontrast.
  • Ein selbstgemachtes, wenig gezuckertes Apfelmus für Kinder.

Tipps für ein rundum gelungenes Ergebnis

Die richtige Zubereitung ist mindestens genauso wichtig wie gute Zutaten. Erfahrene bretonische Köche schwören auf drei Grundregeln: ein absolut glatter Teig, eine glühend heiße Form und ausreichend Ruhezeit. So gelingt der Far wunderbar saftig und aromatisch wie aus einem bretonischen Familienkochbuch.

  • Lassen Sie den Teig nach Möglichkeit 20 bis 30 Minuten ruhen, damit das Mehl optimal quellen kann.
  • Heizen Sie die Form im Ofen mit vor, lassen Sie eine dünne Schicht Teig auf dem Boden stocken und legen Sie erst dann die Pflaumen hinein.
  • Verwenden Sie zimmertemperierte Vollmilch, um einen zu starken Temperaturschock beim Verrühren zu vermeiden.
  • Sparen Sie lieber etwas am Zucker: Die Backpflaumen bringen bereits viel natürliche Süße mit.
  • Die Form sehr großzügig buttern; für eine herrlich glänzende Kruste können Sie die Form zusätzlich hauchdünn mit Zucker ausstreuen.
  • Aroma: Ein Schuss brauner Rum oder Armagnac hebt die Vanille hervor, ohne sie geschmacklich zu dominieren.
  • Backzeit: Behalten Sie den Ofen in den letzten 10 Minuten im Auge und passen Sie die Zeit an Ihre Backform und Ihren Ofen an.
  • Ruhezeit: Am besten schmeckt der Far einige Stunden nach dem Backen und fast noch besser am nächsten Tag. Gut abgedeckt hält er sich im Kühlschrank 2 bis 3 Tage.

Oft wird gefragt, ob man Far Breton einfrieren kann: Davon ist eher abzuraten, da die Textur beim Auftauen wässrig werden kann. Backen Sie im Zweifel lieber eine kleinere Portion. Für saubere Schnittkanten schneiden Sie den Kuchen am besten gut gekühlt mit einem glatten Messer und wärmen die Stücke bei Bedarf vor dem Servieren nochmals ganz leicht an.

In Sachen Beliebtheit belegen bretonische Desserts regelmäßig Spitzenplätze unter den regionalen Spezialitäten Frankreichs. Mit seiner wohligen Schlichtheit und den unkomplizierten Zutaten begeistert der Far Breton Nostalgiker wie Neuentdecker gleichermaßen – ein echter Dauerbrenner unter den französischen Traditionsrezepten.

Servieren und Genießen

Servieren Sie den Far am besten lauwarm, begleitet von einer traditionellen Tasse herbem bretonischen Cidre oder einer Tasse kräftigem Schwarztee. Am nächsten Tag, nach einer Nacht im Kühlschrank, wird die Textur wunderbar fest und samtig beim Anschneiden. Manche bestreuen ihn vor dem Servieren mit etwas Puderzucker, andere genießen ihn ganz pur, um die schlichte Eleganz des Originals zu bewahren.

Ob zur Nachmittagsjause, als stärkendes Frühstück vor einer Wanderung oder als krönender Abschluss des Sonntagsessens – der Far passt zu jeder Gelegenheit. Man genießt ihn ohne Eile: der erste Bissen meist still und andächtig, gefolgt von einem vertrauten Lächeln bei den Erinnerungen, die dieses Gebäck vom rauen Finistère direkt in Ihre heimische Küche zaubert.

Je m'appelle Adrien Royer et je suis passionné de cuisine. Sur mon blog, je partage des recettes inspirantes et des astuces pratiques pour rendre la cuisine accessible à tous. Rejoignez-moi dans cette aventure gourmande !