Lust auf ein herzhaftes, unkompliziertes Gericht, das die ganze Familie an einem Tisch versammelt? Dieses Rezept für Poularde in Sauce verbindet französische Tradition mit einfacher Zubereitung. Wir zeigen Ihnen Schritt für Schritt, wie das Fleisch wunderbar saftig und die Sauce herrlich cremig und glänzend wird – ganz ohne komplizierte Handgriffe. Dazu gibt es passende Beilagenideen und kreative Variationen für das ganze Jahr.
💡 Das Wichtigste auf einen Blick
- Gesamtzubereitungszeit: ca. 2 Std. 20 Min.
- Die Sauce Suprême lässt sich hervorragend mit Pilzen oder frischen Kräutern verfeinern
- Ein Fleischthermometer sorgt für den perfekten Garpunkt des Geflügels
Zutaten für die Poularde in Sauce
Für eine rundum gelungene Poularde in Sauce sind hochwertige, frische Zutaten das A und O. Erstklassiges Geflügel sorgt für zartes Fleisch und einen besonders aromatischen Fond – das unverzichtbare Fundament für eine samtige Sauce Suprême.
Passen Sie die Kräuter ganz nach Saison und Geschmack an. Angebratene Champignons verleihen der Sauce zusätzliche Tiefe und eine wunderbar herzhafte Note.
- Poularde: ganz, 1,8–2,2 kg, küchenfertig, am besten in Bio- oder Freilandqualität
- Aromatisches Röstgemüse: Karotten, Zwiebeln, Staudensellerie, Knoblauchzehe, Bouquet garni, einige Gewürznelken
- Flüssigkeiten: Geflügelfond (idealerweise selbstgemacht) oder Wasser mit Geflügelabschnitten, 100 ml trockener Weißwein
- Für die Sauce Suprême: Butter, Mehl (für die Mehlschwitze), flüssige Schlagsahne, Champignons (optional), ein Spritzer Zitronensaft
- Zum Abschmecken und Verfeinern: feines Salz, Pfeffer, Muskatnuss, frische Kräuter (Estragon, Schnittlauch) oder eine Spur Trüffel
Schritt-für-Schritt-Anleitung für die Poularde in Sauce Suprême
Die Zubereitung erfolgt in einfachen, klaren Schritten: anbraten, sanft pochieren und eine samtige Rahmsauce zubereiten. Rechnen Sie insgesamt mit ca. 2 Stunden 20 Minuten (inklusive Ruhezeit), um ein butterzartes Ergebnis und eine perfekt gebundene Sauce zu erzielen.
Achten Sie auf die Kerntemperatur: Peilen Sie 74 °C an, gemessen an der dicksten Stelle der Keule (nahe am Knochen) mit einem Bratenthermometer. So bleibt das Geflügel herrlich saftig und trocknet garantiert nicht aus.
Vorbereitung der Zutaten
Parieren Sie die Poularde kurz, indem Sie überschüssiges Fett entfernen. Schälen und schneiden Sie Karotten, Zwiebel und Sellerie in grobe Stücke. Spicken Sie die Zwiebel mit einer Gewürznelke. Putzen Sie die Champignons vorsichtig (falls verwendet) und stellen Sie einige davon für die Garnitur der Sauce beiseite.
Zubereitung und Garen der Poularde
Lassen Sie etwas Butter in einem ausreichend großen Schmortopf zergehen. Braten Sie die Poularde von allen Seiten goldbraun an, um wertvolle Röstaromen zu entwickeln, und geben Sie dann das Röstgemüse hinzu. Löschen Sie mit dem Weißwein ab und lassen Sie ihn fast vollständig einkochen. Gießen Sie anschließend heißen Fond bis zur halben Höhe der Poularde an und lassen Sie alles bei geschlossenem bzw. leicht geöffnetem Deckel sanft köcheln (pochieren).
- Die Poularde 6–8 Minuten in Butter rundherum anbraten, bis sie Farbe annimmt. Karotte, Zwiebel, Sellerie, Knoblauch und Bouquet garni dazugeben; leicht salzen.
- Mit Weißwein ablöschen, einkochen lassen und mit heißem Fond bis zur Hälfte aufgießen. Bei geringer Hitze 1 Std. 15 Min. bis 1 Std. 30 Min. sanft pochieren.
- Kerntemperatur prüfen (74 °C), die Poularde herausnehmen, abdecken und 15 Minuten ruhen lassen. Den Fond durch ein Sieb passieren und entfetten.
- Aus Butter und Mehl eine helle Mehlschwitze zubereiten, nach und nach mit dem passierten Fond aufgießen und 10–12 Minuten köcheln lassen. Die Sahne und nach Wunsch kurz angebratene Champignons unterrühren.
- Mit Salz, Pfeffer und einem Spritzer Zitronensaft abschmecken. Die Poularde tranchieren, mit der glänzenden Sauce Suprême überziehen und sofort servieren.
Zubereitung der Sauce Suprême
Die Grundlage bildet ein klassisches Velouté: Gleiche Mengen Butter und Mehl 2–3 Minuten anschwitzen, dann unter ständigem Rühren mit dem Schneebesen nach und nach den heißen Fond zugießen. Sobald die Sauce sämig den Löffelrücken überzieht, nehmen Sie den Topf von der Hitze und rühren die Sahne ein, um die feine Cremigkeit zu bewahren. Verfeinern Sie das Ganze mit angebratenen Champignons und etwas frischem Estragon oder Schnittlauch für ein wunderbar frisches Aroma.
Tipps für die perfekte Poularde in Sauce

Ein erstklassiges Geflügel und frische Kräuter sind der Schlüssel zum Erfolg. Salzen Sie die Haut etwa 45 Minuten vor dem Anbraten ganz dezent – so zieht die Würze sanft ein und das Fleisch bleibt wunderbar saftig. Schöpfen Sie den Schaum zu Beginn des Pochierens sorgfältig ab, damit der Fond klar und rein bleibt.
Lassen Sie das Fleisch immer nur sanft sieden, niemals sprudelnd kochen, damit die Fleischfasern zart bleiben. Verwenden Sie ein Bratenthermometer zur Kontrolle und lassen Sie die Poularde vor dem Tranchieren 15 Minuten locker mit Alufolie abgedeckt ruhen, damit sich der Fleischsaft gleichmäßig verteilen kann.
Für eine samtweiche Sauce den Fond gründlich filtern, die Mehlschwitze gleichmäßig anschwitzen und die Sahne erst abseits der Herdplatte einrühren. Ist die Sauce zu dünnflüssig, lassen Sie sie noch 5–7 Minuten einkochen; ist sie zu dick, geben Sie einfach noch etwas heißen Fond hinzu. Ein kleiner Spritzer Zitrone hebt die Aromen, und ein kaltes Stück Butter, ganz zum Schluss untergerührt, verleiht ihr einen perfekten Glanz.
Möchten Sie das Rezept variieren? Im Herbst harmonieren Waldpilze hervorragend dazu, im Frühling frischer Estragon und zu festlichen Anlässen eine feine Trüffelnote. Sie können dem Sud beim Pochieren auch etwas Zitronenabrieb oder ein paar Pfefferkörner beigeben, um eine noch subtilere Geschmacksnote zu erzielen.
Die besten Beilagen zur Poularde in Sauce
Die richtigen Beilagen runden das Gericht perfekt ab, indem sie ein harmonisches Spiel aus verschiedenen Texturen und Aromen schaffen. Ideal ist eine Balance aus einer Sauce aufnehmenden Beilage und frischem Gemüse, das Leichtigkeit auf den Teller bringt.
Pilaw-Reis, ein samtiges Kartoffelpüree oder frische Bandnudeln nehmen die Sauce Suprême hervorragend auf. Bei den Gemüsen bieten sich glasierte Karotten, zarter Lauch, kurz gedünsteter Blattspinat oder Erbsen nach französischer Art an. In der kälteren Jahreszeit passen cremige Polenta, gebratene Gnocchi oder Maronen wunderbar; im Frühling setzen grüner Spargel oder junge Mairüben feine, elegante Akzente.
Serviervorschläge und Inspirationen
Für ein festliches Menü richten Sie das tranchierte Fleisch auf einem Bett aus feinem Püree an, nappieren es großzügig mit Sauce und garnieren alles mit bissfest gegartem Saisongemüse. Für eine leichtere Variante genügen knackige grüne Bohnen mit frischen Kräutern und ein dezenter Saucenspiegel. Probieren Sie auch alternative Getreidesorten: Perldinkel, Graupen oder Wildreis sorgen für einen angenehmen Biss und ein feines nussiges Aroma.
Jetzt sind Sie an der Reihe: Sie können die Basis der Sauce ganz entspannt vorbereiten, sanft erwärmen und erst kurz vor dem Servieren mit Sahne und Kräutern vollenden. Schmecken Sie zwischendurch immer wieder ab und servieren Sie die Poularde großzügig mit Sauce überzogen. Ein herzerwärmendes Gericht, das Ihre Gäste begeistern wird!